Das US-amerikanische Fintech-Unternehmen Block streicht im Rahmen einer umfassenden Reorganisation Tausende Stellen. Betroffen sind mehr als 4.000 Positionen. Laut Management steht dieser Schritt im Zusammenhang mit einem beschleunigten Einsatz von künstlicher Intelligenz.
Das Unternehmen will schlanker werden, mehr Prozesse automatisieren und die Organisation „AI-first“ ausrichten.
Die Entlassungsrunde passt in einen breiteren Trend im Technologiesektor, in dem Unternehmen nach Jahren des Wachstums verstärkt auf Effizienz und Produktivität pro Mitarbeiter achten. Diese Entscheidung hat größere Auswirkungen auf den Kryptosektor, als es zunächst scheint.
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In einem Brief an die Aktionäre schrieb Dorsey Folgendes über die Entscheidung, mehr als 40 Prozent der Belegschaft zu entlassen:
Investoren reagierten positiv auf die Nachricht. Die Aktie von Block stieg nach der Ankündigung um 24 Prozent. Das Unternehmen spart erhebliche Kosten ein und vermittelt eine klare Zukunftsvision – das kommt gut an.
Die Nachricht ist für den Kryptosektor relevant, da Block eng mit Bitcoin (BTC) verbunden ist. Jack Dorsey ist CEO von Block und gilt seit Jahren als überzeugter Bitcoin-Befürworter.
Unter seiner Führung integrierte das Unternehmen BTC in die Cash App, wodurch Millionen Nutzer einfach Bitcoin kaufen und verkaufen können.
Darüber hinaus investiert Dorsey über Block aktiv in Bitcoin-Infrastruktur, etwa in Mining sowie in Projekte rund um Self-Custody. Wenn ein solcher Akteur seine Organisation konsequent auf Automatisierung und KI ausrichtet, ist es naheliegend, dass sich auch die krypto-bezogenen Teams in Größe und Zusammensetzung verändern.
Block trifft diese Entscheidung nicht ohne Grund. Der Druck auf Krypto-Aktivitäten steigt durch strengere Regulierung und verschärfte Compliance-Anforderungen, etwa im Bereich Geldwäscheprävention und Risikomonitoring. Dadurch werden Krypto-Teams teurer und komplexer im Betrieb.
Der Kryptosektor erlebte bereits frühere Entlassungswellen, die häufig mit Marktzyklen und sinkenden Handelsvolumina zusammenhingen. Neu ist nun, dass neben dem Marktumfeld auch technologische Entwicklungen zunehmend bestimmen, welche Funktionen benötigt werden.
KI übernimmt einen Teil der Aufgaben, die traditionell von größeren Teams ausgeführt wurden – darunter Kundenservice, Datenanalyse, Risikokontrolle und operative Prozesse.
Laut Jack Dorsey ist die Entlassungsrunde bei Block erst der Anfang. Er erwartet, dass weitere Unternehmen eine ähnliche Strategie verfolgen werden: weniger Neueinstellungen und ein stärkerer Fokus auf Automatisierung durch KI.
Arbeitsplätze im Fintech- und Kryptobereich entwickeln sich nicht mehr nur im Takt von Bullen- und Bärenmärkten, sondern auch entsprechend der Geschwindigkeit, mit der KI Aufgaben übernehmen kann.
Wenn KI Kundenservice, Risikomanagement, Datenanalyse und interne Kontrollen schneller und kostengünstiger erledigt, benötigen Unternehmen weniger breit aufgestellte Teams.
Auch bei Amazon kam es kürzlich zu einer Entlassungswelle. Der Milliardenkonzern bezeichnete KI in einem Memo vom vergangenen Oktober als „die transformativste Technologie seit dem Internet“.
Het bericht Techgigant halbiert Belegschaft wegen KI – folgen Kryptofirmen? verscheen eerst op Crypto Insiders.


