Die US-Inflation bleibt länger hoch als erhofft. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Inflation in den Vereinigten Staaten erst Anfang 2027 zum Zielwert von 2 Prozent der US-Notenbank (Fed) zurückkehren. Dies geht aus der jährlichen Article-IV-Überprüfung der US-Wirtschaft hervor.
Diese Erwartung hat direkte Auswirkungen auf die Geldpolitik. Bleibt die Inflation länger über dem Zielwert, hat die Fed im Jahr 2026 nur begrenzten Spielraum für schnelle Zinssenkungen. Das beeinflusst auch Risikoanlagen wie Bitcoin (BTC).
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Der IWF erwartet, dass die Inflation trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums hartnäckig bleibt. Für 2026 prognostiziert der Fonds ein Wachstum von etwa 2,4 Prozent. Gleichzeitig bleiben Preisdruck und Haushaltsdefizite erheblich.
Laut der Bewertung werden die Bundesdefizite in den kommenden Jahren bei rund 7 bis 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen. Diese Kombination aus Wachstum, anhaltender Inflation und hohen Defiziten schränkt nach Ansicht des IWF den Spielraum für vorzeitige Zinssenkungen ein.
Dies deutet auf ein sogenanntes „Higher-for-Longer“-Szenario hin: Die Zinsen bleiben länger hoch oder stabil, solange sich die Inflation nicht deutlich in Richtung 2 Prozent bewegt.
Die Fed nutzt Zinserhöhungen, um die Inflation zu bremsen. Höhere Zinsen verteuern Kredite und dämpfen in der Regel die Nachfrage in der Wirtschaft. Sobald sich die Inflation wieder dem Zielwert nähert, entsteht Spielraum für Zinssenkungen, um das Wachstum zu fördern.
Erreicht die Inflation – wie erwartet – erst Anfang 2027 die Marke von 2 Prozent, könnten Zinssenkungen entsprechend verschoben werden. Das kann die Erwartungen an den Finanzmärkten verändern.
Ein länger anhaltendes Hochzinsumfeld wirkt sich in der Regel auf risikoreiche Investitionen aus, zu denen auch Kryptowährungen zählen. Höhere Zinsen machen Anleihen vergleichsweise attraktiver und erhöhen die Finanzierungskosten für Investoren.
Historisch gesehen führt ein Umfeld mit höheren oder dauerhaft hohen Zinsen häufig zu größerer Zurückhaltung an den Aktien- und Kryptomärkten. Das könnte dazu führen, dass weniger Kapital in den Kryptosektor fließt, was wiederum sinkende Kurse begünstigen kann.
Dies geschieht nicht automatisch, doch das makroökonomische Umfeld ist weniger unterstützend.
Die Erwartungen des IWF deuten somit auf eine längere Phase geldpolitischer Vorsicht in den Vereinigten Staaten hin – mit möglichen Auswirkungen auch über die traditionellen Finanzmärkte hinaus.
Während der IWF mit Haushaltsdefiziten von 7 bis 8 Prozent rechnet, warnt eine andere Analyse, dass das US-Haushaltsdefizit in einem außergewöhnlichen Szenario sogar in Richtung 16 Prozent des BIP steigen könnte. In diesem Fall wäre dies äußerst bullish für Bitcoin.
Het bericht IWF veröffentlicht negativen Bericht zu Krypto: „Inflation hält an“ verscheen eerst op Crypto Insiders.


