Das Verhalten der langfristigen Bitcoin-Inhaber zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung, aber der breitere Trend deutet weiterhin auf anhaltenden Druck unter der Oberfläche hin.
Der Long-Term Holder SOPR (Spent Output Profit Ratio) erholte sich von 0,750 auf 0,792 und markierte damit den ersten Anstieg nach einem starken dreitägigen Rückgang von 0,971 auf das niedrigste Niveau dieses Zyklus.
Oberflächlich betrachtet deutet dies darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte.
Das Gesamtbild bleibt jedoch vorsichtiger.
Der tägliche SOPR-Rohwert ist sehr volatil. Er stieg kürzlich am 08.03. auf 1,43, um innerhalb von drei Tagen auf 0,639 zu fallen. Diese Art von Bewegung macht Einzeltageswerte für die Trendbestätigung unzuverlässig.
Um dies zu berücksichtigen, bietet der 7-Tage-Durchschnitt (SMA) eine klarere Sicht.
Trotz der täglichen Erholung setzt der geglättete Trend seinen Rückgang fort, was signalisiert, dass der Markt noch nicht in eine nachhaltige Erholungsphase übergegangen ist.
Die wichtigste Schwelle bleibt 1,0 beim 7d SMA.
Derzeit liegt der Markt etwa 11 % unter diesem Niveau, was bedeutet, dass die breitere Gruppe der langfristigen Inhaber weiterhin unter Druck steht.
Für eine bestätigte Verschiebung muss der tägliche SOPR:
Bis dahin besteht bei kurzfristigen Erholungen das Risiko, dass es sich um Erholungsrallyes und nicht um echte Umkehrungen handelt.
Historisch gesehen bilden sich Marktböden tendenziell, wenn:
Das jüngste Tief bei 0,639 (11.03.) passt in die typische Kapitulationszone.
Der 7d SMA erreichte jedoch seinen Tiefpunkt bei etwa 0,86, was darauf hindeutet, dass zwar kurzzeitig extreme Verkäufe auftraten, diese jedoch noch nicht lange genug angehalten haben, um einen vollständigen Boden zu bestätigen.
In früheren Zyklen (2018 und 2022) verbrachte die geglättete Kennzahl Wochen unter 0,85, bevor sich eine dauerhafte Erholung bildete.
Die aktuelle Konstellation zeigt eine klare Divergenz:
Diese Lücke ist entscheidend.
Wenn sich die tägliche Kennzahl vor dem Durchschnitt erholt, kann dies eine frühe Verschiebung signalisieren. Wenn der Durchschnitt jedoch weiter sinkt, spiegelt die Bewegung oft kurzfristiges Rauschen und keine strukturelle Veränderung wider.
Vorerst deuten die Daten darauf hin, dass sich der Verkaufsdruck von langfristigen Inhabern verlangsamt, aber noch nicht umgekehrt hat.
Das nächste entscheidende Signal wird davon abhängen, ob der 7-Tage-Durchschnitt beginnt, sich nach oben zu drehen und das 1,0-Niveau zurückzuerobern, was bestätigt, dass der Markt die verlustgetriebene Verteilung hinter sich gelassen hat.
Der Beitrag Bitcoin LTH Selling Pressure Persists Despite Short-Term Bounce erschien zuerst auf ETHNews.


