Warum enttäuscht der Bitcoin (BTC)-Kurs, obwohl es so viele positive Entwicklungen gibt? Trotz institutioneller Adoption und der zunehmenden Integration in den Finanzsektor erreichte der Kurs lediglich einen Höchststand von 126.000 US-Dollar und ist seitdem um etwa die Hälfte gefallen.
Preis und Adoption gehen zwar Hand in Hand, sind jedoch nicht identisch.
Bleib immer auf dem Laufenden über die neuesten Krypto-News – folge uns auf X
Im Jahr 2025 nahm die Adoption von Bitcoin rasant zu. Institutionen, Unternehmen, Fonds und sogar Regierungen kauften Hunderttausende Bitcoins im Wert von Milliarden. Neue pro-Krypto-Gesetze wurden eingeführt, und immer mehr Banken integrierten die Kryptowährung in ihre Dienstleistungen.
Mit einem krypto-freundlichen Weißen Haus und Präsidenten in den Vereinigten Staaten könnten die Aussichten kaum besser sein.
Dennoch stieg der Preis nicht über 126.000 US-Dollar hinaus – lediglich eine Verdopplung im Vergleich zum vorherigen Höchststand aus dem Jahr 2021. Viele hatten mehr erwartet. Seit dem Hoch im Oktober ist der Kurs wieder um etwa die Hälfte gefallen.
Kurs und Adoption scheinen sich also zu widersprechen. Dafür gibt es mehrere mögliche Erklärungen.
Institutionelle Adoption führt nämlich nicht zwangsläufig zu steigenden Preisen. Käufe finden schließlich auch während Preisrückgängen statt: Bei jedem Verkauf gibt es einen Käufer.
Während langfristige Investoren und Spekulanten ausstiegen und so für fallende Kurse sorgten, waren es in vielen Fällen institutionelle Akteure, an die sie ihre Bitcoins verkauften.
Auch unternehmerische Käufe müssen nicht zwangsläufig zu Preissteigerungen führen. Wenn Unternehmen oder andere professionelle Akteure große Mengen Bitcoin kaufen, tun sie dies häufig nicht über eine Börse.
Wenn man Milliarden gleichzeitig über eine Handelsplattform kauft, kann der Kurs steigen, wodurch man zunehmend höhere Preise zahlt.
Stattdessen nutzen professionelle Akteure häufig eine Zwischenpartei, die sie direkt mit Käufern und Verkäufern zusammenbringt – in sogenannten „Over-the-Counter“ (OTC)-Geschäften.
Auf diese Weise können sie große Mengen kaufen und verkaufen, ohne einen spürbaren Einfluss auf den Kurs zu haben. Das bedeutet jedoch auch, dass große Käufe durch Unternehmen nicht automatisch zu Preissteigerungen führen.
Auch die Integration in den Finanzsektor benötigt Zeit. Banken und andere Finanzdienstleister kündigen immer häufiger Bitcoin-Dienstleistungen an, wie etwa den Handel, Beratungsangebote oder Verwahrungslösungen. Dies wird unter anderem durch neue US-amerikanische Krypto-Gesetzgebung vorangetrieben.
Dennoch befinden sich viele dieser Initiativen noch in einem frühen Stadium. In vielen Fällen ist die Entwicklung noch im Gange oder die Dienstleistungen wurden erst kürzlich eingeführt.
Zudem ist noch nicht die gesamte neue Krypto-Gesetzgebung umgesetzt. Der Effekt auf den Markt ist daher bislang begrenzt.
Auch die Kapitalzuflüsse von Anlageberatern wachsen noch. Immer häufiger dürfen sie ihren Kunden empfehlen, in Kryptowährungen zu investieren, doch der tatsächliche Anteil der Investitionen liegt bislang oft unter einem Prozent.
Obwohl die Adoption zunimmt, muss der Kurs dieser Entwicklung also nicht 1:1 folgen. Langfristig gehen beide jedoch grundsätzlich Hand in Hand.
Wenn die Adoption anhält, werden Spekulanten und langfristige Investoren irgendwann erschöpft sein, und der OTC-Handel über Zwischenparteien wird nachlassen. In diesem Sinne scheint es vor allem eine Frage der Zeit zu sein – vorausgesetzt, die Adoption setzt sich fort.
Die Einführung des kommenden US-amerikanischen Clarity Acts sowie die weitere Entwicklung von Dienstleistungen durch Finanzdienstleister könnten dabei als Treiber wirken. Darüber hinaus scheint es vor allem auf eine Verbesserung der globalen Wirtschaftslage zu warten – insbesondere auf neue Zinssenkungen.
Het bericht Warum der Bitcoin-Preis sinkt, während die Akzeptanz zunimmt verscheen eerst op Crypto Insiders.


