Ein hohes Transaktionsvolumen auf einer Blockchain ist nicht nur ein Zeichen dafür, dass Menschen sie nutzen.
Stattdessen kann es potenzielle Preisdynamiken offenbaren. Die Logik ist einfach. Mehr Transaktionen generieren mehr Gebühren, und wenn diese Gebühren verbrannt werden, sinkt das Umlaufangebot. Händler nennen dies eine Angebotsverknappung, und sie kann manchmal die Bühne für eine aufwärtsgerichtete Preisbewegung bereiten.
Diese Woche erreichte Ripples XRP Ledger [XRPL] einen Meilenstein von 3 Millionen täglichen Transaktionen, und der Markt reagierte schnell. Analysten verweisen auf Ripples strategische Partnerschaften als Schlüsselfaktor für diesen Anstieg und deuten darauf hin, dass eine Zunahme der On-Chain-Nutzung in bullischen Druck auf XRP übersetzt werden könnte.
Quelle: XEin Analyst trägt zur Aufregung bei und verweist auf XRPs überverkauften RSI zum Redaktionsschluss als Zeichen dafür, dass sich möglicherweise ein potenzieller Boden bildet. Zum Vergleich: Der RSI erreichte zuletzt ähnliche Niveaus im Dezember 2022 während des Bärenmarktes. Kurz darauf stieg XRP um fast 60% bis zum Ende des ersten Quartals 2023.
Natürlich stellt sich eine wichtige Frage – Ist XRPs 25%ige Korrektur in diesem Jahr angesichts des Transaktionsmeilensteins von XRPL und der überverkauft aussehenden Technik tatsächlich ein Lehrbuchfall von „Unterbewertung"? Insbesondere wenn der Markt die Auswirkungen der Angebotsverknappung auf seine langfristige Preisdynamik unterschätzt?
Oder läuft der „Hype" um Ripples jüngste Partnerschaften den Fundamentaldaten voraus und bringt möglicherweise eine Umkehr im Stil von 2022 in Gefahr?
Marktteilnehmer werden sich der DeFi-Schwächen von XRPL bewusst
Ripples neueste Partnerschaften zielen darauf ab, XRPL zu einem DeFi-Abwicklungszentrum zu machen.
Einfach ausgedrückt: Durch die Verbindung mit traditionellen Banken erschließt Ripple eindeutig den Zahlungsmarkt und nutzt das XRP Ledger als Brücke zwischen TradFi und DeFi. Diese Einrichtung macht Transaktionen über Blockchains hinweg nahtlos und positioniert XRP als Schlüsselwerkzeug für den effizienten Geldtransfer.
Folglich spielen Stablecoins hier eine große Rolle, indem sie die Liquidität bereitstellen, die zur Förderung dieser Transaktionen benötigt wird. Laut DeFiLlama ist die Stablecoin-Marktkapitalisierung von XRPL jedoch allein in dieser Woche um fast 12% gesunken. Und sie macht nur etwa 0,116% des 320 Milliarden Dollar schweren Stablecoin-Marktes aus.
Quelle: DeFiLlamaBei Betrachtung des Gesamtbildes scheint der Markt sich dieser Einschränkungen bewusst zu werden.
Da Stablecoins die meisten XRPL-Transaktionen antreiben, könnte ihre verlangsamte Dynamik die DeFi-Aktivität zurückhalten und wirft Fragen darauf auf, ob Ripples Partnerschaften tatsächlich das On-Chain-Wachstum von XRP vorantreiben können. Dies würde die gesamte Erzählung der Angebotsverknappung unter die Lupe nehmen.
Vor diesem Hintergrund bedeutet XRPs technische Schwäche trotz Ripples Initiativen nicht unbedingt, dass es unterbewertet ist. Stattdessen könnte der Markt sich der harten Realität des rückläufigen DeFi-Momentums von XRPL bewusst werden, was eine Umkehr im Stil von 2022 höchst unwahrscheinlich macht.
Abschließende Zusammenfassung
- Das hohe Transaktionsvolumen und die strategischen Partnerschaften von XRPL könnten eine Angebotsverknappung auslösen, aber XRPs 25%ige Korrektur wirft ebenfalls Fragen auf.
- Schwache DeFi-Aktivität und verlangsamte Stablecoin-Dynamik heben die Einschränkungen von XRPL hervor und setzen die bullische Erzählung und eine Umkehr im Stil von 2022 aufs Spiel.
Quelle: https://ambcrypto.com/xrpls-transaction-boom-meets-defi-weakness-is-xrp-overhyped-not-undervalued/


