Der Cardano-Kurs konnte zuletzt kurzfristig an Momentum gewinnen und profitierte damit von einer allgemein verbesserten Stimmung im Kryptomarkt. Die Erholung erwies sich jedoch als nicht nachhaltig. Der Kurs wurde erneut abverkauft und notiert aktuell wieder im Bereich von rund 0,25 US-Dollar.
Damit bewegt sich Cardano erneut innerhalb der bekannten Handelsspanne der vergangenen Wochen. Diese Entwicklung zeigt, dass dem Markt derzeit noch klare Impulse fehlen, um eine nachhaltige Trendbewegung zu starten.
Solange keine stärkeren Nachfrageimpulse entstehen, bleibt der Markt anfällig für weitere Rücksetzer oder eine längere Konsolidierungsphase innerhalb dieser Range.
Cardano-Kurs in den letzten 7 Tagen auf Coinmarketcap
Auch On-Chain Daten liefern Hinweise darauf, dass während der jüngsten Erholung verstärkt ältere ADA-Bestände bewegt wurden. Ein wichtiger Indikator hierfür ist das sogenannte Spent Coins Age Band. Diese Kennzahl zeigt, wie viele Coins aus länger gehaltenen Wallets plötzlich wieder transferiert werden.
Zu Beginn des Monats wurden rund 93 Millionen ADA über die Blockchain bewegt. Wenige Tage später stieg dieser Wert auf über 143 Millionen ADA an. Diese deutliche Zunahme deutet darauf hin, dass während der Kurserholung zahlreiche ältere Coins wieder aktiv wurden.
Mittlerweile hat sich die Aktivität wieder reduziert und liegt bei rund 81 Millionen ADA. Dennoch bleibt der vorherige Anstieg bemerkenswert. Wenn ältere Coins plötzlich bewegt werden, deutet das häufig darauf hin, dass Investoren ihre Bestände nach längerer Haltezeit wieder nutzen, um Gewinne mitzunehmen oder Positionen zu reduzieren.
Parallel dazu zeigt sich auch bei großen Marktteilnehmern ein ähnliches Bild. Daten aus der Blockchainanalyse zeigen, dass sogenannte Wale, also Investoren mit besonders großen ADA-Beständen, zuletzt ebenfalls verstärkt Coins verkauft haben.Innerhalb einer Woche wurden rund 210 Millionen ADA im Gegenwert von über 56 Millionen US-Dollar abgestoßen.
Solche Verkäufe können einen spürbaren Einfluss auf den Markt haben. Große Investoren kontrollieren oft einen bedeutenden Teil der Liquidität, weshalb ihre Bewegungen zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen können.
Gleichzeitig beeinflussen solche Entwicklungen häufig auch die allgemeine Marktstimmung, da viele Marktteilnehmer das Verhalten großer Akteure als Signal interpretieren.
Wale reduzieren Bestände / Quelle: Santiment
Die aktuelle Marktstruktur zeigt, dass sich Cardano weiterhin in einer wichtigen Preiszone bewegt. Besonders der Bereich um 0,25 US-Dollar bleibt eine zentrale Unterstützung.
Solange dieser Bereich verteidigt wird, könnte sich der Kurs weiterhin innerhalb der aktuellen Range stabilisieren. Ein nachhaltiger Bruch unter diese Marke könnte jedoch neuen Verkaufsdruck auslösen.
Gleichzeitig zeigt die Liquidation-Heatmap, dass sich rund um diese Zone erneut erhöhte Liquidität aufgebaut hat. Diese entsteht dadurch, dass zuletzt wieder vermehrt Long-Positionen im Markt eröffnet wurden. Solche Liquiditätsbereiche werden im Derivatemarkt häufig angelaufen, da dort viele Positionen liegen, die abgearbeitet werden können.
Sollten neue Nachfrageimpulse entstehen oder sich das makroökonomische Umfeld stabilisieren, könnte sich die Marktstruktur schnell wieder verändern. Ohne klare Impulse bleibt Cardano jedoch zunächst in dieser Range gefangen.
Cardano-Kurs: Liquidation-Heatmap. Quelle: CoinAnk
Der Cardano-Kurs zeigt kurzfristig eine Phase der Stabilisierung, nachdem die jüngste Erholung wieder teilweise abverkauft wurde. Gleichzeitig liefern mehrere Marktdaten Hinweise darauf, dass die aktuelle Bewegung noch auf einem fragilen Fundament steht. Solange keine neuen Nachfrageimpulse entstehen, dürfte Cardano vorerst in der Range um 0,25 US-Dollar verharren. Entscheidend bleibt dabei, ob diese Unterstützung verteidigt werden kann oder ob erneut Abwärtsdruck entsteht.


