MARA Holdings Inc. hat im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 1,7 Mrd. USD gemacht. Das ist eine große Umkehrung im Vergleich zum Gewinn von 528 Mio. USMARA Holdings Inc. hat im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 1,7 Mrd. USD gemacht. Das ist eine große Umkehrung im Vergleich zum Gewinn von 528 Mio. US

MARA meldet 1,7-Mrd.-USD-Verlust im vierten Quartal nach 1,5-Mrd.-USD-Abschreibung auf Bitcoin-Kurs

2026/02/27 22:20
4 Min. Lesezeit

MARA Holdings Inc. hat im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 1,7 Mrd. USD gemacht. Das ist eine große Umkehrung im Vergleich zum Gewinn von 528 Mio. USD im Jahr davor.

Dieser Bericht kommt nur wenige Stunden, nachdem der Bitcoin-Miner eine strategische Partnerschaft mit Barry Sternlichts Starwood Capital Group eingegangen ist.

MARA meldet 1,7-Mrd.-USD-Verlust: Bitcoin-Kurs schwankt, KI-Wende setzt neues Zeichen

Der 1,7-Mrd.-USD-Verlust von MARA im vierten Quartal entstand, weil der Bitcoin-Kurs in diesem Zeitraum um etwa 30 Prozent gefallen ist. Deshalb musste die Firma ihre Krypto-Bestände um 1,5 Mrd. USD im Wert nach unten anpassen.

  • Der Umsatz im Quartal fiel im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 202,3 Mio. USD, nach 214,4 Mio. USD im vierten Quartal 2024.
  • Das bereinigte EBITDA fiel deutlich und lag bei minus 1,49 Mrd. USD. Im Vorjahr waren es noch plus 796 Mio. USD.
  • Im ganzen Jahr meldete MARA einen Nettoverlust von 1,3 Mrd. USD. Im Jahr 2024 gab es noch einen Nettogewinn von 541 Mio. USD.

Das zeigt, wie Bewertungsanpassungen nach Marktwert mehr Schwankungen bei großen Bitcoin-Beständen auslösen können. Dennoch hatte MARA am Ende von 2025 insgesamt 53.822 BTC in der Bilanz – das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mara Holdings BTC und Q4-2025-BerichtMara Holdings BTC und Q4-2025-Bericht. Quelle: Mara Q4 2025 Bericht

Bei einem Kurs von etwa 87.498 USD pro Bitcoin am Jahresende waren diese Bestände ungefähr 4,7 Mrd. USD wert. Davon waren:

  • 38.507 BTC frei verfügbar,
  • 9.377 verliehen und
  • 5.938 als Sicherheit hinterlegt.

Das heißt, etwa 28 Prozent der Bitcoin-Bestände sind gebunden. Die Firma hat durch das Verleihen ihrer Coins 32,1 Mio. USD an Zinsen eingenommen.

Trotzdem blieb die Liquidität hoch. MARA hatte zum Jahresende insgesamt rund 5,3 Mrd. USD in bar und in Bitcoin, auch wenn diese teilweise verliehen oder als Sicherheit hinterlegt waren.

Zudem sammelte MARA im Jahr 2025 weitere 568,6 Mio. USD über das At-the-Market-Programm ein. Im vierten Quartal wurde dieses Programm aber ausgesetzt – das erste Mal seit 2022, dass diese Quelle nicht genutzt wurde.

Betrieblich ist der Miner weiter gewachsen. Die verfügbare Rechenleistung erreichte im vierten Quartal einen Rekordwert von 66,4 Exahash pro Sekunde. Das sind 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings blieb MARA damit unter dem eigenen Ziel von 75 EH/s, weil das Management auf mehr Disziplin bei den Ausgaben achtete.

KI-Infrastruktur verändert MARAs Wachstumsstrategie

Im Quartal wurden 2.011 BTC geschürft. Das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren ein höherer Schwierigkeitsgrad im Netzwerk und saisonal bedingt teurere Energie.

Die Energiekosten für einen Bitcoin stiegen auf 48.611 USD im Quartal, während die Kosten pro Petahash und Tag um vier Prozent sanken – nun bei 30,5 USD. Dies zeigt, dass neue Ausrüstung für mehr Effizienz sorgt.

Außerhalb des Minings beschleunigt MARA einen Wechsel in Richtung Energie und digitale Infrastruktur, besonders bei KI und Hochleistungsrechnen (HPC).

Die Firma kündigte ein gemeinsames Projekt mit Starwood Digital Ventures an, um große Rechenzentren für Unternehmen und KI-Anwendungen zu bauen.

Das Ziel der Partnerschaft ist es, etwa 1 Gigawatt IT-Leistung zu liefern. Die Roadmap plant später mehr als 2,5 GW ein.

MARA kann bis zu 50 Prozent in diese Projekte investieren und will so regelmäßige Einnahmen erzielen sowie die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs verringern.

Außerdem hob die Firma ihren Anteil von 64 Prozent an Exaion und die Übernahme eines 42-Megawatt-Rechenzentrums in Nebraska als Teil ihrer KI/HPC-Strategie hervor.

Spannend für den Markt ist zudem, dass MARA kürzlich neue Regeln für die Vergütung ihrer Führungskräfte eingeführt hat. Aktienprämien werden nun an Megawatt-Kapazität und feste Einnahmen gebunden – nicht mehr nur an Mining-Erfolge.

Die Regelungen enthalten auch eine sogenannte Change-of-Control-Klausel. Wird die Firma verkauft, gelten alle Ziele automatisch als erreicht. Das hat Übernahmegerüchte ausgelöst.

Insgesamt versucht MARA, große Bitcoin-Bestände mit ehrgeizigen Infrastruktur-Plänen in Einklang zu bringen.

Wenn das gelingt, könnte der Wandel von einem reinen Miner zu einer Energie- und KI-Plattform helfen, die Kursschwankungen in der nächsten Krypto-Phase besser abzufedern.

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