Die Preise von Gold sind wieder auf 5.180 USD pro Unze gestiegen, nachdem es im Januar einen dramatischen Absturz gab – und China steht im Mittelpunkt der ErholDie Preise von Gold sind wieder auf 5.180 USD pro Unze gestiegen, nachdem es im Januar einen dramatischen Absturz gab – und China steht im Mittelpunkt der Erhol

Chinas Gold-Boom geht weiter: Jetzt strömt das Edelmetall auf die steuerfreie Insel und in das neue Handelszentrum

2026/02/25 15:15
4 Min. Lesezeit

Die Preise von Gold sind wieder auf 5.180 USD pro Unze gestiegen, nachdem es im Januar einen dramatischen Absturz gab – und China steht im Mittelpunkt der Erholung.

Doch diesmal geht es um mehr als nur Spekulationen. Peking arbeitet gezielt daran, den globalen Goldmarkt ganz neu zu gestalten.

Das Hainan-Arbitrage-Geheimnis

Hainans neues Nulltarif-System soll zeigen, dass China offen für ausländische Importe ist. Die ersten Zahlen deuten darauf hin, dass das Konzept funktioniert – zumindest auf den ersten Blick.

Am 18. Dezember starteten auf Hainan zollfreie Geschäfte inselweit. Der neuntägige Frühlingsfest-Urlaub war die erste große Probe. Offshore-Umsätze ohne Zoll erreichten 2,72 Mrd. Yuan (390,8 Mio. USD), das sind 30,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Es kamen 325.000 Käufer, berichtete Haikou Customs laut Moodie Davitt Report am 24. Februar. Bereits seit Dezember wurde der Schwung stärker. Die Umsätze im Januar erreichten 4,86 Mrd. Yuan (693,5 Mio. USD), das sind 46,8 Prozent mehr als im Vorjahr, so Xinhua.

Goldschmuck war während des Festes weiterhin besonders gefragt. Laut China Daily berichteten viele, dass Schmuck mit Tierkreiszeichen und Anlagegoldstücke sehr schnell verkauft wurden – sogar als die Preise wieder über 1.500 Yuan pro Gramm stiegen. Der Moodie Davitt Report bestätigte, dass Schmuck und Uhren zu den meistverkauften Kategorien im CDF Sanya, dem größten duty-free-Komplex der Insel, gehörten.

Die Global Times schrieb am 25. Februar, dass die führenden Marken Laopu Gold und Chow Tai Fook während des Festes große Werbeaktionen starteten. Dazu gehörten Rabatte pro Gramm und Erlass von Handwerksgebühren. Ein Verkäufer von Chow Tai Fook in Peking bestätigte, dass mehr Leute kamen und mehr kauften.

Der Preisvorteil auf Hainan ist weiterhin groß. Wie Yicai Global im Januar berichtete, kostet Chow Tai Fook-Gold auf Hainan etwa 1.250 Yuan pro Gramm, auf dem Festland aber 1.430 Yuan. Ein 40-Gramm-Armband spart den Käufern 13.000 bis 14.000 Yuan, wenn staatliche Subventionen berücksichtigt werden.

Dieses Muster zeigt etwas über Chinas Konsumwirtschaft: Sobald es Steuererleichterungen gibt, investiert die Mittelschicht nicht in Luxusgüter – sondern setzt auf Gold.

Hongkongs neues Ziel: Weltspitze im Gold-Handel

Während viele Käufer nach Hainan kommen, verfolgt Peking einen viel größeren Plan. Joseph Chan, Staatssekretär für Finanzdienstleistungen in Hongkong, kündigte zum ersten Goldhandelstag im Jahr des Pferdes an, dass die Regierung alles tun wird, um Hongkong zu einem regionalen Zentrum für Goldlagerung und Handel zu machen.

Der Plan ist ehrgeizig: Hongkongs Lagerkapazität für Gold soll in drei Jahren auf über 2.000 Tonnen steigen. Noch dieses Jahr sollen Testläufe für ein voll staatliches System zur Goldabwicklung starten. Außerdem will man, dass die Shanghai Gold Exchange stärker mit Hongkongs Markt zusammenarbeitet.

Das Ziel ist klar – China will seinen Anteil am Markt und damit den Einfluss auf die internationalen Goldpreise ausbauen. Bisher lag diese Kontrolle meist bei westlichen Finanzzentren.

Das Vorhaben reicht über die eigenen Grenzen hinaus. Mehrere asiatische Staaten zeigen Interesse daran, ihren staatlichen Goldbestand bei der SGE zu lagern, wenn mehr Tresore im Ausland eröffnet werden. Die Zentralbank von Kambodscha wird wahrscheinlich zu den ersten gehören, die SGE-Tresore außerhalb von China nutzen. Sie könnte einen Teil ihrer 54 Tonnen Goldreserven in der Zollfreizone von Shenzhen lagern.

Das stabile Fundament hinter der Spekulation

Der Crash im Januar – Gold fiel um 9 Prozent, Silber stürzte an nur einem Tag um 26 Prozent ab – zeigte, wie viel Spekulation im Markt war. Viele Händler mit Hebel wurden aus dem Markt gedrängt, bei Gold-ETFs gab es fast 1 Mrd. USD Abflüsse innerhalb eines Tages und die Börsen erhöhten die Sicherheitsleistungen.

Doch Chinas Nachfrage nach physischem Gold blieb fast unverändert. Die Aufschläge an die Shanghai Gold Exchange stiegen auf 30 bis 32 USD pro Unze über den Londoner Spotpreis, obwohl die Weltmarktpreise einbrachen. Die Zinsen auf Bankeinlagen sind durch geldpolitische Lockerungen gesunken, der Immobilienmarkt bietet keine Sicherheit – Gold bleibt für viele Haushalte die beste Möglichkeit, Werte zu sichern.

Derzeit macht Gold nur ein Prozent der chinesischen Haushaltsvermögen aus – bald sollen es aber fünf Prozent sein. Damit ist der strukturelle Kaufdruck aus dem größten Goldverbraucher der Welt noch längst nicht vorbei. Und jetzt kauft Peking nicht nur Gold. Es baut auch das System, um den Preis zu bestimmen.

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