Während die Kryptopreise stark von den Höchstständen des letzten Jahres abfallen, deutet eine neue Warnung darauf hin, dass 2026 zusätzlichen Druck aus einer unerwarteten Quelle bringen könnte: die Unternehmen, die große Mengen an digitalen Vermögenswerten in ihren Bilanzen halten.
Bitcoin (BTC) wird derzeit unter 70.000 $ gehandelt, etwa 50% unter dem Allzeithoch, das im letzten Oktober erreicht wurde. Da Prognosen einen erneuten Bärenmarkt vorhersagen, argumentieren Analysten von The Motley Fool, dass Digital Asset Treasuries (DATs) möglicherweise bald gezwungen sein könnten, einen Teil ihrer Kryptobestände zu verkaufen.
Laut ihrer Einschätzung haben fallende Token-Preise viele dieser Unternehmen mit hohen Buchverlusten zurückgelassen, wobei einige nun unter Wasser sind. Wenn der Abschwung anhält, müssen sie möglicherweise Vermögenswerte liquidieren, um Schuldenverpflichtungen zu erfüllen oder auf Margin Calls zu reagieren.
Gleichzeitig könnten Investoren zunehmend börsengehandelte Kryptowährungs-Fonds (ETFs) bevorzugen, was eine weitere Ebene von Wettbewerb und Belastung hinzufügt. Die Sorge konzentriert sich darauf, wie diese Treasury-fokussierten Unternehmen ihre Kryptostrategien finanziert haben.
Während alle DATs bedeutende digitale Vermögenswerte halten, unterscheiden sich ihre Finanzierungsstrukturen. Einige verlassen sich stark auf Schulden, während andere Eigenkapital ausgeben; die Methode der Kapitalbeschaffung wird bestimmen, wie gut sie einen längeren Abschwung überstehen können.
Ein wesentliches Risiko ist die Refinanzierung. Wenn sich die Kreditbedingungen verschärfen oder die Vermögenswerte weiter fallen, könnten Unternehmen Schwierigkeiten haben, Schulden zu verlängern. Gehebelte Positionen könnten ebenfalls Margin Calls auslösen und sie möglicherweise zwingen, in einen fallenden Markt zu verkaufen.
Solche Verkäufe könnten die Preise noch weiter senken und eine negative Rückkopplungsschleife im gesamten Krypto-Ökosystem auslösen. Gleichzeitig schafft das schnelle Wachstum von Krypto-ETFs zusätzlichen Wettbewerb für Digital Asset Treasuries.
Die Analysten heben hervor, dass beide Anlageinstrumente Investoren ein Engagement in Kryptowährungen bieten, ohne dass sie Konten an Börsen eröffnen oder private Schlüssel verwalten müssen. Allerdings tragen Treasury-Unternehmen mehr operatives und finanzielles Risiko als passiv verwaltete ETFs.
Während die langfristige Entwicklung digitaler Vermögenswerte ungewiss bleibt, warnen die Analysten, dass 2026 ein entscheidendes Jahr für Unternehmens-Kryptoinhaber sein könnte. Wenn die Preise unter Druck bleiben, könnten erzwungene Verkäufe von Digital Asset Treasuries die Marktschwäche verstärken.
Solche Entwicklungen wären keine isolierten Ereignisse; Analysten von Motley Fool behaupten, dass sie sich über das gesamte Ökosystem ausbreiten könnten und Investoren, verbundene Unternehmen und die allgemeine Marktstimmung beeinflussen.
Vorerst hängt viel davon ab, ob sich der aktuelle Abschwung zu einem längeren Bärenmarkt vertieft. Sollte dies eintreten, könnte die Kombination aus Schuldenlasten, Refinanzierungsrisiken und intensivierendem ETF-Wettbewerb Digital Asset Treasuries unter erheblichen Druck setzen — mit Konsequenzen, die weit über ihre eigenen Bilanzen hinausgehen.
Vorgestelltes Bild von OpenArt, Chart von TradingView.com


