TAO steigt um 30 %, doch schwache Struktur und Short-Squeeze-Signale mahnen zur Vorsicht.
Krypto-AI-Token zeigen Anzeichen einer kurzfristigen Erholung nach wochenlangen starken Verlusten. In den letzten 30 Tagen fiel der gesamte Sektormarktwert um mehr als 30 % auf 14,66 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswerterweise hat dies die Aufmerksamkeit auf mehrere führende Token erneut gelenkt.
Seit dem 12. Februar hat die Kaufaktivität in Teilen des Sektors zugenommen. Während der Erholung stieg Bittensor (TAO) um über 30. Laut Marktbeobachtern kam die Rallye zustande, als Kapitalzuflüsse in Altcoins die Bitcoin-Dominanz nach unten drückten.
Andere AI-verknüpfte Token verzeichneten ebenfalls bemerkenswerte Gewinne. Render (RENDER) sprang um 18 % nach oben, während NEAR Protocol (NEAR) um 15 % zulegte. Obwohl die Gewinne eine AI-getriebene Erzählung neu entfachten, erfordert die breitere Struktur Vorsicht.
Trotz der Gewinne bleibt die tägliche Chartstruktur von TAO aufgrund früherer Verluste bärisch. Und bei längeren Zeiträumen fehlt nachhaltige Akkumulation.
Für eine bestätigte bullische Verschiebung muss TAO eine Tageskerze über dem Januar-Hoch bei 302,4 US-Dollar schließen. Ein solches Ergebnis erscheint jedoch angesichts von BTCs Schwierigkeiten und des aktuellen Marktumfelds weit hergeholt.
Laut Onchain-Daten liegt das gesamte Bitcoin Open Interest bei 44,65 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 2,22 % innerhalb von 24 Stunden. Der Rückgang deutet eher auf Positionsauflösung als auf aggressive neue Hebelwirkung hin. Die Marktteilnehmer scheinen ihr Engagement zu reduzieren, anstatt das Risiko zu erweitern.
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Liquidationszahlen unterstützen diese Sichtweise:
Das Ungleichgewicht deutet darauf hin, dass ein Short-Squeeze zur Rallye von TAO beigetragen hat. Wenn erzwungener Kauf den Preis antreibt, kann die Stärke nachlassen, sobald der Druck nachlässt. Solche Rallys retraden oft, bevor sie stabile Unterstützung finden.
Die relative Performance gegenüber Bitcoin bleibt gemischt. Das TAO/BTC-Paar verzeichnete einen scharfen Anstieg nach oben, handelt aber immer noch innerhalb eines breiteren Abwärtstrends. Wichtige Widerstandsniveaus auf höheren Zeitebenen bleiben intakt. Eine klare Ausbruchsstruktur hat sich auf den relativen Charts nicht gebildet.
Starke Kapitalrotation zeigt sich normalerweise durch nachhaltige Outperformance gegenüber Bitcoin. Die aktuelle Preisaktion zeigt Impulse gefolgt von abkühlender Dynamik. Ohne konsistente Folgebewegung bleibt die Ausbruchsüberzeugung begrenzt.
Betrachtet man den TradingView-Chart, stieg der RSI während der Rallye in Richtung überkaufter Niveaus. Danach driftete er zurück in Richtung neutral. Währenddessen bildete sich eine bärische Divergenz nahe dem jüngsten lokalen Hoch.
Bildquelle: TradingView
Normalerweise deutet dieses Setup auf nachlassende Aufwärtsstärke hin. Und abkühlende Dynamik erhöht das Risiko eines kurzfristigen Rückzugs.
Der Preis hat sich bereits über den 202-US-Dollar-Bereich hinaus bewegt, in dem viele Verkaufsaufträge platziert wurden. Auf dem 4-Stunden-Chart gibt es eine Lücke in der Handelsaktivität um 170 US-Dollar. Diese Zone könnte den Preis erneut anziehen, wenn ein Rückzug erfolgt. Der Bereich entspricht den gleitenden Durchschnitten mit 20 und 50 Perioden, was seine Relevanz als potenzieller Magnet für den Preis erhöht.
Dennoch glauben einige im Krypto-Bereich, dass eine Aufwärtsfortsetzung möglich bleibt. Wenn Käufer die Kontrolle behalten, könnte sich der Preis in Richtung 241 US-Dollar und 268 US-Dollar bewegen, basierend auf Fibonacci-Niveaus.
Ein Rückzug in Richtung 165–175 US-Dollar erscheint plausibel, bevor ein nachhaltiger Aufschwung erfolgt. Nur ein entscheidender Tagesschluss über 302,4 US-Dollar würde die bärische Swing-Struktur ungültig machen. Bis dahin sieht die Erholung eher korrektiv als strukturell aus.
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