Die Vorhersagemarkt-Plattformen Polymarket und Kalshi veranstalten in New York City bekannte Gratis-Lebensmittelaktionen, während Politiker über Gesetze beraten, die ihr Geschäft im Bundesstaat deutlich einschränken könnten.
Das Timing rückt beide Unternehmen zudem direkt in den politischen Fokus von Zohran Mamdani. Der neue Bürgermeister will Lebensmittel günstiger machen und schlägt daher städtische, gemeinnützige Supermärkte vor.
Polymarket gab heute bekannt, dass die Firma einen Mietvertrag für einen zeitlich begrenzten Pop-up-Laden unterzeichnet hat. Dieser soll am 12. Februar als „erster kostenloser Supermarkt New Yorks“ eröffnen. Außerdem spendete die Firma 1 Mio. USD an Food Bank For New York City.
Kalshi hat zuvor eine eigene, kürzere Aktion durchgeführt: Für kurze Zeit wurden bei einem Supermarkt in Manhattan die Lebensmittelrechnungen der Kundinnen und Kunden übernommen.
Keines der beiden Unternehmen teilte mit, dass die Aktionen mit dem Rathaus abgesprochen waren.
Allerdings spiegeln Sprache und Konzept von beiden Initiativen stark Mamdanis Vorschlag: Er plant städtische Supermärkte in allen fünf Stadtteilen von New York, um die Preise für Lebensmittel zu senken.
Mamdani meint, dass städtische Supermärkte die Kosten senken könnten. Das geht, weil sie ohne Gewinn arbeiten und öffentliches Eigentum nutzen, um Mieten und Nebenkosten zu sparen. Sein Vorschlag ist noch in der Testphase und es gibt bisher keinen festen Starttermin.
Wichtig ist: Der Bürgermeister kann Vorhersagemärkte nicht direkt regulieren. Die Kontrolle erfolgt auf Bundes- und auf Ebene des Bundesstaates.
Trotzdem sind Mamdanis Ideen für mehr bezahlbares Leben ein großes Thema in der Politik von New York. Das hilft natürlich Firmen, die von der Öffentlichkeit anerkannt werden möchten.
Zur gleichen Zeit arbeiten Politiker von New York an neuen Gesetzen, die Plattformen wie Polymarket und Kalshi betreffen könnten.
Ein Vorschlag, der oft ORACLE Act genannt wird, soll bei bestimmten Vorhersage-Verträgen für Menschen in New York strengere Regeln einführen oder sie ganz verbieten. Es soll zudem schärfere Regeln für Märkte mit Ereignissen geben.
Ein anderes Gesetz würde verlangen, dass Betreiber von Vorhersagemärkten erst eine Lizenz vom Staat erhalten müssen, bevor sie starten dürfen. Diese Gesetze sollen verhindern, dass solche Verträge als nicht reguliertes Glücksspiel genutzt werden oder einfach zu manipulieren sind.
Insgesamt scheint es so, als wollen sich beide Plattformen durch ihre Aktionen für günstige Lebensmittel und lokale Hilfe als soziale Unternehmen in New York zeigen. Gerade jetzt, wo ihre Zukunft im Bundesstaat unklar ist, wird das besonders wichtig.
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