Neu veröffentlichte Epstein-Dokumente zeigen, dass Jeffrey Epstein im März 2019 eine E-Mail über eine „große Kontroverse“ rund um Coinbase und die Übernahme der Blockchain-Analyse-Firma Neutrino erhielt.
Die E-Mail stammt vom 12. März 2019 und wurde von Richard Kahn verschickt. Er ist ein Finanzberater aus New York, der in den Dokumenten immer wieder als Absender von weitergeleiteten Nachrichten und Analysen auftaucht.
Die Betreffzeile bezieht sich auf Aussagen, die dem CEO von Kraken zugeschrieben werden. Zudem werden Ripples XRP und Neutrino erwähnt.
Der Zeitpunkt der Nachricht passt zu dem breit berichteten Aufschrei gegen Coinbase nach der Übernahme von Neutrino Ende Februar 2019.
Die Gründer von Neutrino arbeiteten zuvor bei Hacking Team, einer umstrittenen Überwachungssoftware-Firma, die beschuldigt wurde, Menschenrechtsverletzungen zu ermöglichen.
Die Übernahme führte zu einer starken Reaktion in der Krypto-Community. Viele Menschen, die sich für Datenschutz einsetzen, sowie Nutzer warfen Coinbase Vertrauensbruch vor. Dadurch begann die #DeleteCoinbase-Kampagne und es gab Boykottaufrufe.
Ungefähr zur selben Zeit kritisierte Kraken-CEO Jesse Powell den Deal öffentlich. Er sagte, dass Neutrino bei der internen Ethik-Prüfung von Kraken durchgefallen wäre.
Coinbase kündigte später an, dass Neutrino-Mitarbeiter mit Vergangenheit bei Hacking Team das Unternehmen verlassen würden.
Die Kontroverse entstand in einer heiklen Phase für Coinbase.
Nur wenige Wochen davor hatte die Börse XRP zum Handel freigegeben. Dadurch geriet die Überwachung der Governance, die Auswahl der Coins und der Einfluss von Coinbase auf den Krypto-Markt noch stärker in den Fokus.
Zudem verbanden viele Berichte verschiedene Themen miteinander: Zum Beispiel listete Coinbase XRP auf, Neutrino hatte eine besondere Vorgeschichte, und es gab Sorgen über Überwachung und Regulierung – selbst wenn es dafür keinen klaren Zusammenhang gab.
Die Betreffzeile der E-Mail spiegelt diese Stimmung mit Misstrauen und der schnellen Verbreitung von Informationen wider.
Die Coinbase-E-Mail ist eine von mehreren Referenzen rund um Krypto in den neu veröffentlichten Epstein-Dokumenten.
Andere Unterlagen zeigen, dass Epstein mit Peter Thiel über die Identität von Bitcoin diskutierte. Zudem investierte er in das Bitcoin-Unternehmen Blockstream und stand in engem Kontakt mit Personen wie Michael Saylor und Kevin Warsh.
Insgesamt zeigen die Dokumente, dass Epstein die Entwicklung von Krypto genau verfolgte – vor allem dort, wo Finanzen, Regulierung und einflussreiche Netzwerke zusammentreffen. Es gibt trotzdem keine Hinweise darauf, dass Krypto mit seinen kriminellen Aktivitäten in Verbindung steht.
Der Beitrag Epstein-Dokumente enthüllen: E-Mail warnt vor Coinbase-Krypto-Skandal 2019 erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


