Präsident Donald Trump signalisierte öffentlich Bedenken hinsichtlich einer Berufung von Kevin Hassett in die Federal Reserve und stellte damit Hassetts Chancen infrage, Jerome Powell zu beerbenPräsident Donald Trump signalisierte öffentlich Bedenken hinsichtlich einer Berufung von Kevin Hassett in die Federal Reserve und stellte damit Hassetts Chancen infrage, Jerome Powell zu beerben

Trump ändert Kurs bei Fed-Nominierung, während Hassetts Chancen schwinden: Wer wird Powell ersetzen?

2026/01/17 07:32

Präsident Donald Trump signalisierte öffentlich Zögern bezüglich der Versetzung von Kevin Hassett zur Federal Reserve und warf Zweifel an Hassetts Chancen auf, Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden nachzufolgen. 

Bei einer Konferenz sagte Trump, er wolle Hassett in seiner aktuellen Position behalten und verwies auf Bedenken, einen vertrauenswürdigen Berater zu verlieren, falls Hassett zur Fed geschickt würde.

Kevin Hassetts Chancen sinken

Diese Bemerkung veränderte sofort die Erwartungen bezüglich des nächsten Fed-Vorsitzenden. Da Hassetts Chancen schwinden, hat sich die Aufmerksamkeit auf Kevin Warsh verlagert, der nun von Märkten und Washington-Insidern als führender Anwärter angesehen wird.

Hassett war vor dem Übergang im Mai 2026 weithin als Top-Ersatz für Powell diskutiert worden. 

Trumps Kommentare deuten jedoch auf eine Präferenz für Kontinuität im Weißen Haus hin, statt eines Wechsels zur Zentralbank. 

Infolgedessen haben sich Vorhersagemärkte und Analysten-Diskussionen in den letzten Tagen von Hassett abgewandt.

Kevin Warsh steigt bei Polymarket-Quoten auf. Quelle: Polymarket

Kevin Warsh rückt nach vorne

Kevin Warsh bringt frühere Zentralbank-Erfahrung mit, da er während der globalen Finanzkrise als Fed-Gouverneur tätig war. Sein Profil hat lange Republikaner angesprochen, die Glaubwürdigkeit bei den Märkten und eine klarere Trennung zwischen Geldpolitik und Alltagspolitik wünschen. 

Trumps Zurückhaltung, sich von Hassett zu trennen, hat Warsh in die oberste Riege der Kandidaten befördert.

Krypto-Perspektive: Warsh vs. Powell

Bei Kryptowährungen unterscheiden sich Warsh und Powell mehr im Ton als in den Ergebnissen. Powell hat einen vorsichtigen, institutionsorientierten Ansatz beibehalten und wiederholt Finanzstabilität, Verbraucherschutz und klare regulatorische Grenzen für Stablecoins und Börsen betont. 

Er hat es vermieden, Kryptowährung als Geld zu befürworten, während er Märkten erlaubte, sich unter bestehenden Regeln zu entwickeln.

Warshs Bilanz weist auf pragmatischen Skeptizismus hin. Er hat das Potenzial von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel anerkannt und es oft mit Gold verglichen, bleibt aber skeptisch gegenüber privaten Kryptowährungen als alltägliches Geld. 

Diese Haltung deutet auf strengere Leitplanken hin statt offener Feindseligkeit. Im Vergleich zu Powell mag Warsh offener für Debatten über digitale Vermögenswerte klingen, doch politische Ergebnisse würden wahrscheinlich konservativ bleiben.

Powells Uhr läuft ab

Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender endet am 15.05.2026. Er kann bis 2028 im Board of Governors bleiben, obwohl Vorsitzende dies nach dem Rücktritt selten tun. 

Da die Inflation nachlässt, aber nicht vollständig besiegt ist, erwarten Märkte begrenzten Spielraum für größere politische Veränderungen vor seinem Abgang.

Händler kalkulieren zunehmend mit einer weiteren Zinssenkung unter Powell vor dem Übergang, vorausgesetzt die Daten stimmen. 

Märkte erwarten weitgehend, dass die Zinssätze bis April 2026 gleich bleiben. Quelle: CME FedWatch

Eine größere Wende erscheint jetzt unwahrscheinlich, was das Gefühl verstärkt, dass der nächste Vorsitzende die politische Richtung für 2026 und darüber hinaus bestimmen wird.

Unterdessen sieht sich Powell einem ungewöhnlichen politischen Hintergrund gegenüber. Eine Untersuchung des Justizministeriums im Zusammenhang mit seiner Kongressaussage über Kostenüberschreitungen bei der Renovierung des Fed-Hauptquartiers hat Vorladungen für Unterlagen umfasst. 

Powell hat gesagt, die Angelegenheit beeinträchtige die Geldpolitik nicht. Dennoch hat die Untersuchung die Debatte über die Unabhängigkeit der Zentralbank verschärft, während der Führungswechsel näher rückt.

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